Desaströs ist das gesuchte Wort

Um diesen Beitrag drücke ich mich nun schon seit drei Wochen, denn eigentlich mag ich gar nicht über meine Peinlichkeit an Weihnachten nachdenken oder gar darüber schreiben. Ich habs total vermasselt. Aber sowas passiert oder? Und vor allem dann wenn man Gäste hat etc. Was kann ich dazu noch sagen? Ich habe sogar darüber nachgedacht den Blog hinzuwerfen und drauf rum zu trampeln. Das fand ich dann aber doch ein wenig zu radikal. Aber bringen wir nun wieder Schwung in die Bude.

Beginne ich jetzt mit dem Positiven und arbeite mich langsam runter, ok?

Mein Weihnachtsbacken startete am Freitag vor Heiligabend. Einen Tag zuvor habe ich bereits fleißig den Backlöffel geschwungen und Lebkuchen gebacken. Diese wurden durch die Küchenmaschine gejagt und pulverisiert. Frischkäse rein, kneten, kneten, kneten. Fertig war mein Lebkuchenteig für meine Weihnachts Cake Pops. Hier das Ergebnis:

Weihnachts Cakepops

Da war ich schon ein wenig stolz drauf, weil die doch recht hübsch geworden sind. Mein Mut für die Motivtorte stieg. Ja ich war sogar super positiv gestimmt. Auch wenn bei den Pops nicht alles perfekt war:

1. die rot überzogenden hatten Risse, weil ich die Pops zu kalt in die Candy Melts getunkt habe
2. benutzt um Gottes nie Glitzer in eurer eigenen Küche. Ich hatte das Zeug überall in der ganzen Küche. Ein Spaß! Aber schön anzusehen war es hihi.

Trotzdem schön! Hier nochmal alle einzeln im Überblick 🙂

Weihnachts Cakepops

Meine Damen und Herren, kommen wir nun zum Debakel. Beginnen wir mit dem Biskuitteig. Einen dunkel und einen hell gebacken. Der Helle sah im Ofen super aus und ich hab mich schon gefreut, aber als ich ihn aus der Form gelöst habe, war er unten total wellig. Wie geht das denn??? Also richtige schöne Formlöcher. Der Dunkle ging nicht so schön auf und war pupstrocken. 🙁 Egal, dachte ich, kommt ja noch Creme drauf. Die zwei Böden irgendwie so geschnitten, das es einigermaßen glatt war, wodurch ich nun nur von jedem einen Boden hatte (wollte eigentlich von jedem zwei). Dann Marmelade drauf geschmiert und versucht die Creme aufzuschlagen. Meint ihr da ist mal irgendwas fest geworden? Nixi. Somit hab ich die blanke Schokoladenganache einfach auf die Marmelade gegeben und glatt gestrichen. Außen rum auch die Ganache.

Kommen wir nun also zum Fondant. (Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich den Teil zweimal schreiben musste, weil ich einmal nicht gespeichert habe… irgendwas ist hier gegen mich!) Beim Ausrollen vom Fondant ist mir natürlich alles auf der Arbeitsplatte kleben geblieben. Also nochmal Buch gelesen und ahhaaaa…. man muss den immer wieder abheben nach dem Rollen, um ein nicht klebendes Ergebnis zu erhalten. Das ist mir dann auch gelungen. Schwups auf den Kuchen gepackt. Super geklappt. Dann kam der Tortenglätter! Und was passierte? Ich glättete zwei Falten hinein. Großartig. Später kam noch der Finger meiner Tochter in den Kuchen, sodass ich auch noch ein Loch zu verzeichnen hatte. Ich war dann so gefrustet, dass ich beschlossen habe, kein Motiv mehr oben drauf zu modellieren.

An Heiligabend kam meine Mutter und ich wusste nicht was ich mit dem weißen Etwas von Kuchen anstellen sollte (am liebsten in den Müll geworfen). Und sie meinte: stell doch einfach die Cake Pops rein. HA! Mütter sind super oder? Das hab ich dann getan und noch ein paar Schneeflocken drauf gestempelt und fertig wars.

Weihnachtstorte

Geschmacklich war der Kuchen – achtung, ich zitiere meine Mutter – “in Ordnung”. Über die Hälfte ist dann doch im Müll gelandet.

Mein Macaron-Debakel lass ich mal beiseite. Das würde hier den Rahmen sprengen. Da gibts irgendwann nochmal einen neuen Versuch.

So, etwas besser gehts mir jetzt. Runterschreiben hilft. Und wie war euer Weihnachten so (auch wenns schon wieder gefühlt ewig her ist)?

Ich schau jetzt nach vorne und werde mich mal wieder in die Küche begeben.

Liebste und hoffentlich bald wieder motivierte Grüße,

Susi

2 thoughts on “Desaströs ist das gesuchte Wort

  1. Oh den Beitrag hab ich doch glatt übersehen 😮 da hätte ich sonst gleich getröstet… Ich hab es schon bei einem sehr einfachen Apfelkuchen geschafft, das der nach dem lösen aus der Backform auseinander fallen wollte. Auch zu einem Geburtstag. Aber die Familie war ganz ritterlich und hat ihn trotzdem essen wollen. Geschmacklich war der ja trotzdem wie immer prima. Nur optisch eine Katastrophe 😉
    Auf jeden Fall von einem Rückschlag nicht entmutigen lassen. So was passiert dir auf jeden Fall nicht noch mal 😉
    Und wie man in deinen folgenden Beiträgen sehen kann, hast du deine alte Form ja auch sofort wieder gefunden 😉
    :*)

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